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Eduard-Mörike-Grundschule

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Unser Namensgeber

Unsere Schule ist nach dem deutschen Lyriker Eduard Mörike benannt. Er lebte von 1804 bis 1875 und wurde zu Lebzeiten sogar als bedeutendster deutscher Lyriker nach Goethe bezeichnet.


Zur Person - Eduard Mörike

Eduard Mörike wurde am 8. September 1804 als siebtes Kind (von

dreizehn) des Stadt- und Amtsarztes Karl Friedrich Mörike und seiner Frau Charlotte Dorothea in Ludwigsburg geboren.

 

Er besuchte eine Lateinschule. Nachdem sein Vater gestorben war, übersiedelte er mit seiner Familie nach Stuttgart, wo Mörike das Gymnasium illustre besuchte.

 

Ab Oktober 1818 trat er ins theologische Seminar in Urach ein, und 1822 begann er das Studium der Theologie am Tübinger Stift. Im Oktober 1826 legte Mörike das theologische Examen ab und begann  seine Vikariatszeit, die acht Jahre dauern sollte.

 

Sein erster Versuch, als freier Schriftsteller in Stuttgart zu leben, war nicht von Erfolg gekrönt. Erst 1834 erhielt Mörike eine Pfarrstelle in Cleversulzbach. Doch bereits 1843 ließ sich Mörike, mit 39 Jahre, auf eigenen Wunsch, wegen häufiger Krankheiten, pensionieren. Der Ruhestand, der vor ihm lag, war jedoch finanziell nicht abgesichert.

 

Am 25. November 1851 heiratete Mörike die 32-jährigen Margarethe Speeth, die Tochter seines damaligen Vermieters. Die Ehejahre waren gekennzeichnet durch ewige Geldnot, die zur größten Sparsamkeit mahnte.

 

Im Herbst 1851 fand er dann als Literaturlehrer am Königlichen

Katharinenstift in Stuttgart eine feste Anstellung. Durch das nun doch gesicherte Einkommen und seine Ehe verbesserte sich sein

Gesundheitszustand. Er begann wieder zu schreiben.

 

Aus seiner Ehe mit Margarethe Speeth gingen zwei Töchter, Fanny

(1855) und Marie (1857), hervor. Das harmonische Familienleben

beflügelten seine dichterischen Fähigkeiten. Er verschickte in dieser Zeit viele Verse an Verwandte und Freunde, und schrieb für andere Menschen Verse zu bestimmten Anlässen.

Das öffentliche Interesse an seinen Arbeiten wuchs.

 

1852 verlieh ihm die Universität Tübingen die Ehrendoktorwürde; und berühmte Schriftsteller und Künstler suchten seine Bekanntschaft.

 

1856 bekam Mörike sogar den Professorentitel und 1864 wurde er mit dem Ritterkreuz Erster Klasse des württembergischen Friedrich-Ordens ausgezeichnet.

 

Nach 22 Jahren Ehe trennten sich Mörike und Margarethe wegen

zunehmender Spannungen und Zerwürfnisse, ließen sich jedoch nicht

ordentlich scheiden. Erst am Totenbett versöhnte sich Mörike wieder mit seiner Frau.

 

Nach der Trennung von seiner Frau siedelte Mörike mit Schwester und seiner jüngster Tochter Marie nach Fellbach um, wo er ein ganz

zurückgezogenes Leben führte. Er nutzte die letzten Lebensjahre für Reisen zu Freunden, Verwandten und guten Bekannten.

Die letzten Jahre seines Lebens lebte Mörike wieder in Stuttgart. Er schrieb nur noch wenig.

 

Im Frühjahr 1875 wurde Mörike im Alter von 71 Jahren bettlägerig.

Nach schwerer Krankheit starb Eduard Mörike am 4. Juni 1875.

Er wurde auf dem Stuttgarter Pragfriedhof beigesetzt.

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