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Eduard-Mörike-Grundschule

Inhalt

Das soziale Lernen

Ein fester Bestandteil unseres Schullebens

Das soziale Lernen ist bei uns fest im Stundenplan verankert. In den Klassen 1-4 findet einmal wöchtlich das soziale Lernen statt, ab Klasse 5 gibt es dafür zwei Schwerpunktstunden.

In diesen Stunden soll es darum gehen, die Sozialkompetenz der Kinder gezielt zu stärken. Die Klassengemeinschaft steht im Mittelpunkt. Die Schüler/-innen lernen füreinander da zu sein, Konflikte selbstständig zu lösen und miteinander zu spielen und zu lernen.

Das Buddy-Prinzip an der Eduard-Mörike-Schule

Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.

Neben der Wissensvermittlung steht das Soziale Lernen als wichtiger Hauptbestandteil in unserem Schulprogramm und wird auch aktiv an unserer Schule betrieben und gefördert. Daher war es für uns ganz selbstverständlich, beim Buddy Projekt mitzumachen und mehrere Lehrer und Erzieher als Experten hierfür ausbilden zu lassen.

Das Wort „Buddy“ kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet so viel wie „Kumpel, guter Freund“. In Berlin gibt es seit 2006 ein Landesprogramm mit dem Ziel, „Buddy flächendeckend an allen 405 Grundschulen als Modell der Suchtprophylaxe und Gewaltprävention ab der Klasse 5 einzuführen.“[1]  Seit 2007 ist auch die Einführung an weiterführenden Schulen vorgesehen.

An unserer Schule begannen wir nach der entsprechenden Ausbildung einiger Lehrer und Erzieher zunächst mit den „Schulhof-Buddys“: Speziell geschulte Kinder der 5. Klassen, die mit auffälligen Warnwesten ausgestattet waren, standen in den Pausen als Ansprechpartner für alle Schüler der Schule bereit, z.B. bei Streitigkeiten untereinander oder wenn Hilfe gebraucht wurde.

Es folgten die „Sanitäter-Buddys“: Schülerinnen und Schüler, die sich vor allem verantwortlich fühlen sollten, sich schnell um Mitschüler zu kümmern und Lehrer zu Hilfe zu holen, falls sich z.B. jemand auf dem Schulhof verletzt hat. Zu diesem Zweck wurden sie zuvor in elementarer 1. Hilfe ausgebildet und mit Sanitätstaschen ausgerüstet.

Mittlerweile gibt es an unserer Schule auch ausgebildete „Streitschlichter“, die fortgeschrittene Variante der „Schulhof-Buddys“.

Die jüngste „Buddy“-Generation sind die „Spielehäuschen-Buddys“. Das sind Schülerinnen und Schüler aus den 6. Klassen, die in den großen Pausen die Ausleihe der Spielgeräte organisieren, sich um die Erhaltung und Ordnung der Geräte kümmern und Wünsche hinsichtlich neuer Bestellungen seitens der Schüler zusammentragen und an die Lehrer weiterleiten können.

Alle Buddys werden das gesamte Schuljahr über von einem Expertenteam aus Lehrern und Erziehern in speziellen wöchentlichen „Buddy-Stunden“ angeleitet und betreut.

Auf diese Weise trägt unser Buddy-Projekt mit dazu bei, das soziale Klima an der Eduard-Mörike-Schule ständig noch weiter zu verbessern. Das betrifft sowohl den Umgang der Schüler untereinander, als auch die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern/Erziehern. Auch unter den Lehrern und Erziehern ist der Umgangston in der Regel freundlich und von Hilfsbereitschaft geprägt.

Regina Heidrich

[1] Aus: Faller, Kurt, Kneip, Winfried u.a. „Soziales Lernen mit System – Das Buddy-Prinzip -. buddY E.V. Vodaphone Stiftung Deutschland, S. 96.


Schüler MediatorInnen-Ausbildung an der Eduard- Mörike-Schule

Seit dem 2. Schulhalbjahr 2011 nehmen engagierte Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen an der Mediation (Streitschlichter)-Ausbildung teil und leisten somit „freiwillig“  ihren Beitrag für ein möglichst gewaltfreies und friedliches  Schulklima „ohne ständiges Eingreifen der Erwachsenen“.


Was ist eine Mediation?

Mediation bedeutet „Vermittlung“. Das heißt, die Vermittlung in Streitfällen durch unparteiische Dritte, die von allen Streitenden akzeptiert werden.

 Die Voraussetzung für eine Mediation ist die Freiwilligkeit und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung.

 Im Mediations-Gespräch werden die Streitenden mit Hilfe der MediatorInnen dazu befähigt eine gemeinsame Lösung für ihr Problem zu finden, womit beide oder alle Streitbeteiligten zufrieden sind.

 Also ohne das Gefühl Verlierer oder Gewinner zu sein den Streit beenden!

Die Ausbildung an unserer Schule

Zu Beginn des Schuljahres präsentieren die Mediations- Ausbilderinnen unserer Schule in den jeweiligen 5. Klassen was Mediation ist und wofür sie gut sein soll.

Nach der schriftlichen Bewerbung der Schülerinnen und Schüler und dem darauffolgendem Auswahlverfahren werden jedes Schulhalbjahr bis zu 20 Schülerinnen und Schüler, möglichst aus verschiedenen Nationalitäten, ausgebildet.  Die Ausbildung der Streitschlichter umfasst 40 Zeitstunden und wird im Team von einer ausgebildeten Lehrerin und einer Erzieherin durchgeführt.

 Die ausgebildeten StreitschlichterInnen stellen sich vor ihrem Einsatz in allen Klassen vor und ihre Fotos werden im Glaskasten zu den Pausenhöfen aufgehängt.  Mit Beginn der 6. Klasse stehen sie dann, täglich in der 2. großen Pause auf dem Schulhof und im Mediation-Raum als 2er Teams ihren Mitschülern als Hilfe bei der gewaltfreien und friedlichen Lösung ihrer Konflikte zur Verfügung.

Bei schwierigen Konfliktfällen, wie z.B. Handgreiflichkeiten, Körperverletzungen u.ä., stehen die verantwortlichen Mediatorinnen (Lehrkräfte) den SchülerInnen jeder Zeit zur Seite.

Innerhalb eines Schulhalbjahres lernen Schülerinnen und Schüler in ihrer Ausbildung die grundlegenden Methoden und Techniken der Mediation, sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Mediation.

 Die Ausbildungsinhalte sind:

  •  Typische Streitanlässe, Streitorte, Streitausgänge
  •  Die Haltung, Funktion und Aufgaben der MediatorInnen
  •  Die einzelnen Phasen der Mediation (methodischer Ablauf)
  •  Konfliktlösungsstrategien
  • Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen (Empathievermögen)
  •   Förderung der Kommunikationskompetenz (aktives Zuhören, Spiegeln, positiv umformulieren)
  • Gesprächsführungstechniken
  •   Fallbeispiele und Fallbesprechungen
  •  Rollenspiele
  •  Kooperations- Übungen
  •   Brainstorming, Mindmap

 Die erfolgreiche Teilnahme an der Streitschlichterausbildung wird im Zeugnis unter Bemerkungen aufgeführt und alle erhalten zum Abschluss für ihre ehrenamtlich geleisteten Dienste feierlich ein Zertifikat.









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